Die Sportgala 2016

Festival der internationalen Unterhaltung im Emslandsaal.

Wie großartig auch heute noch Variété, handgemachte Musik, Akrobatik und Kleinkunst sein können, bewiesen die Künstler der 22. Auflage von TIM’s-Sportgala im Emsland-Saal Kamp am Samstagabend.
Geschäftsführer Manfred Büter kündigte allerdings eine zweijährige Schaffenspause für die Gala an. Moderator Monsieur Agon verriet sofort, dass er vor langer Zeit als kleiner Junge in Lingen auf die Schule ging und nach vielen Jahrzehnten das Vergnügen hätte, in Meppen auftreten zu dürfen. In seinem typisch französischen Akzent schaffte er es, die rund dreistündige Gala leicht und locker über die Bühne zu bringen. Selbst zu spät Gekommene wurden von ihm mit einem kleinen Augenzwinkern persönlich begrüßt und zu Tisch geleitet. Als erster Höhepunkt hoppelte Balloon-Man Victor Minasov in den Saal. Aus einem riesigen weißen Ballon schauten zunächst die Füße heraus, dann der Kopf des Künstlers, mal eine Faust und ganz zum Schluss kam ein rotes Herz zum Vorschein. Das Eis war längst gebrochen und es sollte sich Höhepunkt an Höhepunkt reihen.
In einem kurzen Gespräch mit Moderator Agon verkündete TIM-Geschäftsführer Manfred Büter dann allerdings, dass man sich entschieden habe, die Gala demnächst nur noch alle zwei Jahre zu veranstalten. Das große „Ohh“ des Publikums ließ erkennen, dass die meisten diese Entscheidung bedauerten. Ertstaunlich, was dann die Stepp- und Showdance Abteilung der Freilichtbühne Meppen extra für diese Veranstaltung choreographiert hatte. Fred Astaire, einst Legende des Stepptanzes, dürfte irgendwo im Tänzerhimmel seine helle Freude gehabt haben.
Zwischendurch durften die Gäste, die übrigens auch weitere Anreisen in Kauf genommen hatten, zu den Klängen des gut aufgelegten „Free Steps Orchestra“ ihr Tanzbein schwingen. Und von Helen Fischer bis Glenn Miller war für jeden Geschmack etwas dabei. Aus Einbeck war das Dream Team Skating angereist und bewies, dass man mit Rollschuhen mehr machen kann, als nur schnell und geradeaus zu laufen. Akrobatik auf acht Rollen dürfte zurecht im Untertitel geführt werden. Im nächsten Act schwebte dann Natalie Schönberger, elfengleich als Poledancerin herab. Schönberger bewies, dass dieser Shownummer übrigens gar nichts mit dem schlüpfrigen Tabledance zu tun hat. Eine Nummer, die bewies, dass Musik, Akrobatik und Körperbeherrschung in eine Symbiose übergehen können. Zwischendurch bewies Monsieur Agon, dass er ein hervorragender Reinhard Mey-Interpret ist und das Publikum ging begeistert bei „Über den Wolken“ mit.
Dass Agon auch ein großer Bewunderer von Leonard Cohen ist, zeigte sich, als er mit Hallelujah eine der großen Arien des vor ein paar Tagen verstorbenen Kanadiers anstimmte. Die HNT-Showtruppe dürfte zurecht auch den Titel „Die fliegenden Menschen aus Hamburg“ tragen. Turnerische Meisterleistungen à la Eberhard Gienger wurden auf der doch recht schmalen und dünnen Matte vom Publikum bejubelt. Konstantin Muraviev bewies zu schon vorgerückter Stunde, dass ein Rhönrad mehr ist, als nur ein großes Turninstrument. Was der Mann aus Moskau anbot, war eine Weltklasseleistung, die irgendwo zwischen Akrobatik, Clownerei und Selbstironie anzusiedeln ist. Die Verwandlung des dicken Clowns in einen propperen Muskelmann und nach einer Flasche Bier noch einmal das Ganze wieder zurück. Was dann kam, dürfte viele zum Achselzucken gebracht haben , die vor der Gala einmal wieder stundenlang vor dem heimischen Kleiderschrank verbracht hatten, ohne die rechte Entscheidung getroffen zu haben. Der schon im Eingangsact auftretende Ballon-Man
Victor Minasov zeigte mit seiner Partnerin, dass Frau und Mann in wenigen Minuten so oft die Bekleidung wechseln konnten, wie es manch einer in der gesamten Woche nicht schaffen dürfte. In einer Minute schaffte es das Paar, in mehr als 13 Kostüme aus verschiedenen Epochen zu schlüpfen. Eine grandiose Schlussnummer der TIM-Gala, die nun erst einmal für zwei Jahre ihre Pforten schließen wird.

MODERATION

agon-freiMonsieur Agon verleiht mit seinen virtuosen und phantasievollen Überleitungen jeder Veranstaltung eine beschwingte Leichtigkeit. Mit der Kunst verschiedener Genres und jahrelanger erfolgreicher Bühnenerfahrung legt das Multitalent unverwechselbar allen Programmpunkten einen roten Teppich. Dabei hält er die Fäden des Geschehens souverän und schlagfertig in seiner Hand – sympathisch, humorvoll und immer mit viel Fingerspitzengefühl für sein begeistertes Publikum.

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